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Die Volkshochschule: Partner für Integration und Gesellschaftliche Teilhabe

Die Volkshochschule REGION Lüneburg ist die zentrale Bildungseinrichtung für die Integration von Zugewanderten. Es ist ihre von der Kommunalpolitik zugewiesene Aufgabe schon seit den 70er Jahren. Durch die aktuelle Flüchtlingssituation ist der Umfang stark gewachsen.

Sprach- und Integrationskurse

  • 26 parallel laufende Integrationskurse (im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge)
  • Weitere 57 Deutsch-Sprachkurse für Geflüchtete
  • Erreicht wurden 1.660 Teilnehmende
  • 75 Sprachprüfungen für 949 Menschen wurden durchgeführt.
  • Die VHS ist zentrales Prüfungszentrum für die Region Lüneburg, auch für andere Bildungsanbieter.
  • 60 haupt- und nebenberufliche Lehrkräfte unterrichten in diesen Kursen und Lehrgängen
  • Das modular aufgebaute Lehrgangssystem erlaubt eine Differenzierung nach Leistungsstufen
  • Mit 32.000 Unterrichtsstunden erreichen wir die Größe vergleichbar einer vierzügigen Gesamtschules sind Räumlichkeiten dafür angemietet.

Minderjährige Flüchtlinge

Koordination mit anderen Bildungsträgern

Über den reinen Sprachunterricht hinaus sind wir eine vom Land Niedersachsen beauftragte Stelle zur Koordination der Sprachangebote für Geflüchtete. Mit anderen anerkannten Erwachsenen- und Weiterbildungsträgern nehmen wir eine Steuerungsfunktion wahr und bemühen uns, eine möglichst passgenaue Verteilung von Angeboten.

Teilhabe am Arbeitsmarkt – Berufsorientierung

Aufbauend auf den Integrationskursen führen wir verschiedene berufsbezogene Sprachkurse durch, die wir im Jahr 2017 noch erweitern werden. Diese Angebote ermöglichen eine Verbesserung der Sprache im Allgemeinen, aber auch eine Spezialisierung auf bestimmte Berufsfelder. In der VHS sind dies derzeit: Altenpflege, Reinigung und pädagogische Mitarbeit an Schulen.

Wir ermöglichen weiterhin Menschen mit Migrationshintergrund in für sie zugeschnittenen Formaten, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Diese Schulungsangebote werden dabei flankiert durch die verschiedensten Beratungsleistungen unserer Mitarbeitenden. Besonders hervorzuheben sind im Themenfeld Beruf das Projektteam zur „Teilhabe am Arbeitsmarkt für Geflüchtete“ sowie die Kolleginnen vom Projekt „Wege sehen – Wege gehen“. Dabei unterstützen wir in Einzel- und Gruppenangeboten, führen berufliche Kompetenzbilanzierungen durch, bieten Orientierung in unserem Berufsbildungssystem und fördern die Berufswahlkompetenz der Menschen durch organisierte Betriebsbesichtigungen, Hospitationen und Praktika. Wir stehen im engen Austausch mit allen relevanten Akteuren für den Zugang am Arbeitsmarkt und führen neutrale sowie trägerunabhängige Verweisberatungen durch. Somit agieren wir nicht nur als Bildungsanbieter, sondern als Institution mit lokaler gesellschaftlicher Verantwortung.

Gesellschaftlicher Dialog – Ehrenamt

Neben den Sprach- und den Berufsangeboten der Geflüchteten ist die Perspektive dennoch auch auf die Mehrheitsgesellschaft zu richten. Ohne gegenseitige Offenheit, Neugier und Empathie kann ein Zusammenleben nicht funktionieren. Dies bildet somit das Dach unserer Bemühungen. Wir bieten Unterstützung für Ehrenamtliche und fördern den gesellschaftlichen Dialog. In 2016 haben wir 29 Kurse und Veranstaltungen zur Weiterbildung und Unterstützung des Ehrenamtes durchgeführt. Dabei wurden 242 Teilnehmende erreicht.

Die Inhalte der Angebote richteten sich nach den Bedürfnissen der Helfenden sowie den Bedarfen der Flüchtlingsarbeit insgesamt.

Parallel zu den Schulungen braucht es aus unserer Sicht noch offene Veranstaltungen für die Mehrheitsgesellschaft, die die Möglichkeit zur Diskussion und Information bieten. Dazu haben wir in 2016 die Reihe „Einwanderungsland Europa“ durchgeführt und planen eine Fortführung auch in 2017. Wir möchten mit diesem Konzept Menschen die Möglichkeit zum Austausch geben. Dieser Austausch, auch wenn er kontrovers geführt wird, bietet die Chance zur Beteiligung und verhindert die Tendenz des Rückzugs in Scheinwahrheiten, Populismus und Passivität.

Mit dem hier illustrierten Bild eines „Hauses“ stellen wir nicht nur unsere Leistungen als Volkshochschule dar, wir weisen auch auf die Ganzheitlichkeit der Anforderungen in unserer REGION hin.

Jeder Einzelne muss ein Baustein davon sein, egal ob Individuum oder Institution. Nutzen wir die Potentiale von uns allen – Zugewanderte/r oder Ur-Lüneburger/in. Dabei ist ein gewisser Pragmatismus angesagt, so wie ihn die Ehrenamtlichen an den Tag legen.

Wir verstecken uns nicht hinter vermeintlichen Zuständigkeiten. Wir suchen das Gespräch mit allen Beteiligten – und finden Wege, die für den Einzelnen und für das Gemeinwesen Integration zum Erfolg verhelfen sollen.


Die aktuellen Projekte der VHS REGION Lüneburg im Überblick

BIWAQ – „Wege sehen – Wege gehen“

Ein angebotenes Projekt der VHS ist „Wege sehen – Wege gehen“, welches durch das ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ gefördert wird. Dieses ist größtenteils in dem sozialschwachen Lüneburger Stadtteilen „Kaltenmoor“ und „Am Weißen Turm“ angesiedelt. In diesen Stadtteilen sind vornehmlich Menschen mit Migrationshintergrund wohnhaft und von Armut sowie Arbeitslosigkeit Betroffene. „BIWAQ“ stellt die Abkürzung für „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ des gleichnamigen ESF-Bundesprogrammes dar. Das Ziel des Projekts besteht darin die Chancen von Bewohnerrinnen und Bewohnern in benachteiligten Stadtteilen zu fördern. Dies soll durch die „Integration in Arbeit und Stärkung der lokalen Ökonomie“ gewährleistet werden. Durch die Verknüpfung von quartiersbezogenen Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsprojekten mit städtebaulichen Vorhaben soll eine „Sozialraumorientierung“ erlangt werden. Ein Bezug zu den Bedürfnissen des jeweiligen Gebiets kann demzufolge erreicht und effektive Instrumente entwickelt werden. BIWAQ bezieht sich ausschließlich auf erwerbslose Frauen mit oder ohne Migrationshintergrund ab 26 Jahren. Der Wochenumfang des Unterrichts umfasst pro Teilnehmer (TN) ca. 15 UE. Es finden Kurse unterschiedlicher Art statt u.a. Deutsch intensiv und die Weiterbildung zur Interkulturellen Pädagogischen Mitarbeiterin in der Grundschule.

IVAF/TAF

Die Maßnahme Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF) soll den Teilnehmern Orientierung, bedarfsgerechte Beratung und Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung ermöglichen. Gleichzeitig bieten Kooperationsverbünde Schulungen von Multiplikatoren in Betrieben und öffentliche Verwaltungen sowie in Jobcentern/Arbeitsagenturen an, um die Einstellungsbereitschaft für die Zielgruppe zu erhöhen, Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren und die Qualität der arbeitsmarktlichen Förderung zu verbessern. Am 01.05.2016 beginnt diese Maßnahme in der VHS REGION Lüneburg unter der Bezeichnung TAF (Teilhabe am Arbeitsmarkt für Flüchtlinge).

talentCAMPus

Der talentCAMPus ist das Ferienbildungskonzept des Deutschen Volkshochschul-Verbands. Seit 2013 ist es Teil des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Gefördert wird dies durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit diesem Programm soll benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu neuen, positiven Lernerfahrungen verholfen werden. Das Angebot gilt für zehn bis 18 Jährige mit und ohne Migrationshintergrund. Es umfasst täglich 8 Unterrichtseinheiten inklusive Mittagessen, wird nach Bedarf mindestens ein- oder mehrwöchig angeboten und ist kostenfrei.

Zielorientiert – Hauptschulabschluss mit Perspektive

Die Maßnahme „Zielorientiert – Hauptschulabschluss mit Perspektive“ bietet den Teilnehmenden in Kooperation mit dem Jobcenter Landkreis Lüneburg die Chance ihren Hauptschulabschluss nachzuholen. Es besteht die Möglichkeit diesen in Teilzeit oder Vollzeit zu absolvieren. Der Teilzeitunterricht ist besonders an junge Mütter und Väter gerichtet, welche durch Betreuungsengpässe beschränkt sind.

Gemeinnützige Bildungs- und Kulturgesellschaft Hansestadt und Landkreis Lüneburg mbH

Volkshochschule REGION Lüneburg

Haagestr. 4 | 21335 Lüneburg
+49 4131 - 15 66 0
+49 4131 - 15 66 150
vhsinfo@vhs.lueneburg.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag08:00–13:00 Uhr
Montag bis Donnerstag 14:00–17:00 Uhr
Samstag08:00–10:00 Uhr